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Begriffserklärungen

  • ADR-BESCHEINIGUNG

    Die Abkürzung ADR stehr für „Accord européen relatif au transport international des marchandises Dangereuses par Route“ was auf deutsch übersetzt bedeutet: „Europäisches Übereinkommen über die internationale Beförderung gefährlicher Güter auf der Straße". Die ADR-Schulungsbescheinigung (umgangssprachlich: Gefahrgutführerschein) ist die Erlaubnis zum Befördern von Gefahrgut auf der Straße. Der Erwerb des ADR-Scheins erfordert die Teilnahme an Lehrgängen bei ausgewählten Schulungsveranstaltern (3 Tage Basiskurs mit Prüfung). Nach bestandener Prüfung erhält man eine Bescheinigung mit fünfjähriger Gültigkeit. Die Verlängerung der Bescheinigung muss innerhalb des letzten Gültigkeitsjahres erfolgen. Dazu ist eine Fortbildung (1,5 Tage) mit anschließender IHK-Prüfungerforderlich. Der ADR-Schein erlaubt jedoch nicht die Beförderung aller der insgesamt 9 Gefahrgutklassen, sondern erlaubt sind nur Stück- und Schüttgut (Klasse 2-6, 8, 9). Die Beförderung explosiver Stoffe (Klasse 1) und/oder radioaktiver Stoffe (Klasse 9) erfordern die Teilnahme an weiteren Aufbaukursen.

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  • ARBEITNEHMER-ENTSENDEGESETZ

    Das Arbeitnehmer-Entsendegesetz (AEntG) dient in bestimmten Branchen als Grundlage, die Mindeststandards für Arbeitsbedingungen festzulegen. In erster Linie sollten für nach Deutschland entsandte Arbeitnehmer ausländischer Arbeitgeber die Arbeitsbedingungen bestimmt werden. Dies betrifft die sogenannte „grenzüberschreitende Erbringung von Dienstleistungen", wobei hauptsächlich das Bauhaupt- und Baunebengewerbe betroffen ist. Aber auch für alle Arbeitnehmer aus dem Inland können auf Basis dieses Gesetzes Mindestarbeitsbedingungen geregelt werden.

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  • ARBEITNEHMERFREIZÜGIGKEIT

    Die „ Arbeitnehmerfreizügigkeit" räumt jedem Angehörigen der Europäischen Union das Recht ein, in jedem anderen Mitgliedstaat zu arbeiten. Dabei spielt der eigene Wohnort keine Rolle und die Arbeitsvoraussetzungen müssen dieselben sein, wie sie für Arbeitnehmer des jeweiligen Landes gelten.

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  • ARBEITNEHMERÜBERLASSUNG

    Für den Begriff „Arbeitnehmerüberlassung“ werden häufig auch die Synonyme „Zeitarbeit“, „Leiharbeit“, „Mitarbeiterüberlassung“ oder „Personalleasing“ verwendet. Hierbei wird der Arbeitnehmer als Leiharbeitnehmer von seinem Arbeitgeber (dem Verleiher) an einen Dritten (dem Entleiher) gegen ein Lohnentgelt überlassen, um dort eine vertraglich geregelte Arbeitsleistung zu erbringen. Die Rechte und Pflichten des Arbeitgebers (also des Verleihers) werden teilweise auf den Entleiher übertragen. Die Idee zur Arbeitnehmerüberlassung stammt aus den USA und geht bereits auf das Jahr 1948 zurück. Seitdem hat sich diese Form in der Arbeitswelt immer weiter verbreitet. In Deutschland gibt es knapp 12.000 Zeitarbeitsfirmen, doch sind lediglich knapp 2% (ca. 900.000) aller lohnabhängig Beschäftigten als Leiharbeitnehmer tätig. Konkret besteht ein ganz normales Arbeitsverhältnis zwischen dem Leiharbeitnehmer und dem Verleiher mit allen arbeitsvertraglichen, tarifvertraglichen und gesetzlichen Arbeitnehmerrechten und demselben Kündigungsschutz wie jedes andere Arbeitsverhältnis. Einziger Unterschied: Der Arbeitnehmer erbringt seine Leistung nicht bei seinem Arbeitgeber, sondern in einem anderen Unternehmen (Entleiher). Das Weisungsrecht liegt beim Entleiher, der außerdem Mitverantwortung für den Arbeitsschutz trägt. Gesetzliche Grundlage für die Tätigkeit des Verleihers ist das Arbeitnehmerüberlassungsgesetz (AÜG). Kritisch gesehen werden derartige Konstellationen von verschiedenen Seiten. Hauptargument ist neben der Verdrängung regulärer Arbeitsverhältnisse durch Zeitarbeit die geringere Entlohung des Arbeitsnehmers. Bei der FAHR-ZEIT GmbH werden dagagen vernünftige, übertarifliche Stundenlöhne gezahlt, jede Arbeitsstunde wird entlohnt und Zuschläge (Überstunden, Nachtarbeit) gibt es obendrauf."

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  • ARBEITSZEITKONTO

    Leistet ein Arbeitnehmer mehr Stunden, als es die geregelte monatliche Arbeitszeit festlegt, dann können diese Stunden auf einem Arbeitszeitkonto gutgeschrieben werden. Umgekehrt können Fehlstunden von diesem Konto abgezogen werden. Im Grunde dient ein Arbeitszeitkonto damit der Flexibilisierung von Arbeitszeiten.

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  • AUTOBAHNRASTSTÄTTE

    Lenk- und Ruhezeiten für LKW-Fahrer werden auf bundesdeutschen Autobahnen verstärkt kontrolliert. Um die Ruhezeiten auch einhalten zu können, benötigen die Fahrer natürlich auch die entsprechenden Infrastrukturen. Deshalb hat sich der Gesetzgeber in den letzten Jahren verstärkt für den Ausbau bzw. Neubau von Autohöfen und Autobahnraststätten engagiert.

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  • BESITZSTANDREGELUNG

    Über die Besitzstandregelung wird sichergestellt, dass Fahrer, die vor einem bestimmten Stichtag eine Fahrerlaubnis für spezielle Fahrzeuge besaßen, keine Grundqualifikation vorweisen müssen. Für LKW-Fahrer betrifft dies genau genommen die Klassen C1, C1E, C und CE, der Stichtag für die Ausstellung der Fahrerlaubnis ist der 10.09.2009.

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  • BKRFQG

    Die EU-Rahmenrichtlinie 2003/59/EG regelt die Fort- und Weiterbildung von gewerblichen Bus- und LKW-Fahrern. Zur Umsetzung dieser Richtlinie in nationales Recht hat der Bundesrat am 07.07.2006 das Berufskraftfahrerqualifikationsgesetz (BKrFQG) verabschiedet. Damit sind regelmäßige Fortbildungen verpflichtend. Für den Güterverkehr sind folgende Module verpflichtend:

    Modul 1: Eco-Training
    Modul 2: (Sozial-)Vorschriften für den Güterverkehr
    Modul 3: Sicherheitstechnik und Fahrsicherheit
    Modul 4: Schaltstelle Fahrer: Dienstleister, Imageträger, Profi
    Modul 5: Ladungssicherung

    Die Pflichtmodule sind innerhalb von fünf Jahren zu absolvieren und vermitteln die geforderten Grundkenntnisse für Lkw-Fahrer, die ihre Fahrerlaubnis vor dem 10.09.2009 erworben haben. Die Kosten für jedes Modul betragen 50 – 100 EUR, werden zum Teil aber auch in Kompaktkursen angeboten. Eine Prüfung wird nicht abgenommen, sondern eine Teilnahmebescheinigung ausgestellt.

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  • BZA

    Der Bundesverband Zeitarbeit Personal-Dienstleistungen e.V. (BZA) war ein Arbeitgeber- und Unternehmensverband von konzessionierten Zeitarbeitsunternehmen mit 700 Mitgliedsbetrieben, die insgesamt über 2.000 Niederlassungen in Deutschland betreiben. Im Frühjahr 2011 schlossen sich der Arbeitgeberverband Mittelständischer Personaldienstleister und der BZA zum Bundesarbeitgeberverband der Personaldienstleister zusammen. (Quelle: WIKIPEDIA)

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  • BUSSGELDKATALOG

    Genau genommen handelt es sich hierbei um die Bußgeldkatalog-Verordnung (BKatV), die die Erteilung einer Verwarnung, Regelsätze für Geldbußen und die Anordnung eines Fahrverbotes wegen Ordnungswidrigkeiten im Straßenverkehr regelt. Die Verodnung finden Sie im Wortlaut unter „www.buzer.de“ Von besonderem Interesse ist hier in der Regel, ab wann Fahrverbote erteilt werden (müssen) bzw. ab wann ein Eintrag ins Verkehrszentralregister erfolgt. Beträgt das Bußgeld weniger als 35 EUR, dann erfolgt in der Regel nur eine Verwarnung ohne „Punkte in Flensburg“. Ab 40 EUR jedoch werden Punkte eingetragen. Besonders grobe Verstöße (z.B. 30 km/h zu schnell innnerhalb geschlossener Ortschaften) werden Regelfahrverbote ab 1 Monat erteilt. Dass heißt, dass das Fahrverbotunausweichlich ist, und nur auf Grundlage ganz besonderer Begründungen und Umstände davon abgesehen werden kann. Ein spezieller Bußgeldkatalog für LKW-Fahrer findet sich unter „www.bussgeldkatalog.biz“

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  • CB-FUNK

    CB-Funk ist eine Funkanwendung, an der über ein entsprechendes Gerät jedem die Teilnahme gestattet ist. Er wird daher auch als Jedermannfunk bezeichnet. Entwickelt wurde das System in den 70er-Jahren, verlor aufgrund des Aufkommens von Mobiltelefonen aber schnell immer mehr an Popularität. Viele LKW-Fahrer nutzen den CB-Funk aber auch heute noch gerne und halten diesen Kommunikationskanal am leben.

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  • CURTAINSIDER

    Curtainsider werden auch Tautliner genannt. Hierbei handelt es sich um einen Sattelauflieger, der nicht von festen Bordwänden, sondern von einer Schiebeplane bzw. Seitenvorhang begrenzt wird. Diese Plane lässt sich schnell von außen aufziehen, so dass der LKW auch von der Seite be- und entladen werden kann.

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  • DEKRA

    Die Dekra (Deutscher Kraftfahrzeug-Überwachungs-Verein) ist eine Prüfgesellschaft (ähnlich dem TÜV) mit der Aufgabe der Überwachung des technischen Zustands von Kraftfahrzeugen. Auch andere technische Geräte werden auf ihre Betriebssicherheit hin geprüft. Die Dekra beschäftigt ca. 18.000 Mitarbeiter bei einem Jahresumsatz von rund 1,5 Mrd. EUR und ist global gesehen die drittgrößte Prüfgesellschaft. Die Gründung in Berlin geht auf das 1925 zurück.

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  • DEUTSCHER GEWERKSCHAFTSBUND

    Die Gründung des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) in München datiert auf das Jahr 1949. Wenn auch nicht alle Gewerkschaften Mitglied sind, so ist der DGB dennoch die Dachorganisation in Deutschland und sieht sich als deren Vertretung gegenüber der Politik und Verbänden auf bundes-, landes- und kommunaler Ebene. Abgedeckt werden im Prinzip alle Branchen und Bereiche der Wirtschaft.

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  • DREIECKSVERHÄLTNIS

    In der Zeitarbeit agieren drei Akteure miteinander: Der Zeitarbeitnehmer (ZAN), das Zeitarbeitsunternehmen (ZUN) sowie das Kundenunternehmen (KU). Der ZAN ist beim ZUN angestellt, und Letzteres entleiht den ZAN über einen Überlassungsvertrag an ein KU. Diese Konstellation wird als Dreiecksverhältnis bezeichnet.

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  • ECO-FAHRTRAINING

    ECO-Trainings (Fahrer-Trainings) helfen Fahrern wie Unternehmern, den Kraftstoffverbrauch zu reduzieren. Dabei sind Einsparungen bis zu 10 % möglich. Durch die Umstellung der Fahrweise fahren Sie jede Tour bewusster und effizienter. Das Training findet in der Regel unter realen Bedingungen statt – am Steuer eines Lkw.

    Die Anbieter schauen sich an, wie Sie fahren und anschließend werden die Daten analysiert. Daraus kann eine ganz individuelle Strategie zur langfristigen Effizienzsteigerung abgeleitet werden. Dabei sind die Maßnahmen und Veränderungen verschieden, das Ergebnis jedoch ist immer das Gleiche: Der Kraftstiffverbraucht wird reduziert und bares Geld wird eingespart.

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  • EQUAL PAYMENT

    Das Gebot des „equal payment" soll gewährleisten, dass Zeitarbeiter in einem Betrieb die gleiche Entlohnung erhalten wie in vergleichbarer Position angestellte Stamm-Mitarbeiter des Betriebes. Was zunächst einfach zu realisieren erscheint bedarf in der Praxis häufig komplexer Regelungen, um abweichende Urlaubsansprüche, Gewinnbeteiligungen oder andere Gehaltsbestandteile zu berücksichtigen.

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  • EQUAL TREATMENT

    Das Gebot des „equal treatment" soll gewährleisten, dass Zeitarbeiter in einem Betrieb die gleichen Arbeitsbedingungen erhalten wie in vergleichbarer Position angestellte Stamm-Mitarbeiter des Betriebes. Wie beim equal payment bedarf es in der Praxis häufig komplexer Regelungen, um dieses Ziel zu erreichen oder ihm zumindest nahe zu kommen.

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  • EU-FAHRERBESCHEINIGUNG

    Eine EU-Fahrerbescheinigung ist dann erforderlich, wenn ein in Deutschland ansässiges Fuhrunternehmen zum inländischen Transport Fahrer aus Staaten, die nicht der EU bzw. nicht der EWG angehören oder aus der Schweiz stammen, einsetzt. Das Fuhrunternehmen muss dafür sorgen, dass das Personal stets alle Papiere mit sich führt: Passdokument, Aufenthaltsgenehmigung, Arbeitsgenehmigung, EU-Fahrerlaubnis. Die Antragsformulare zur Erteilung einer EU-Fahrerbescheinigung erhält man bei den Kommunal- oder Kreisverwaltungsbehörden.

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  • EXTERNES PERSONAL

    In Zeitarbeitsunternehmen wird zwischen internem und externem Personal unterschieden. Das interne Personal arbeitet ausschließlich in der Verwaltung und den Geschäftsstellen des Zeitarbeitsunternehmens. Externes Personal dagegen sind die Arbeitnehmer, die ausschließlich bei Kundenunternehmen tätig sind – also entliehen werden.

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  • FAHRER-AUSBILDUNG

    Berufskraftfahrer/in ist ein staatlich anerkannter Ausbildungsberuf. Die Fahrertätigkeit bezieht sich auf Personen- und Güterbeförderung. Die Ausbildung dauert drei Jahre. Gelehrt wird die Befähigung zum sicheren, verantwortungsvollen und selbstständigen Führen von Kraftfahrzeugen im Personen- und auch im Werk-, Güter-Nah- und Fernverkehr. Schulische Voraussetzungen bestehen im Prinzip nicht, doch sollte mindestens ein Hauptschulabschluss vorhanden sein. Das Mindestalter beträgt 16 Jahre, jedoch werden verschiedene Fahrerlaubnisse erst mit 17 – 21 Jahre erteilt.

    Die Ausbildung erfolgt auf Grundlage der Berufskraftfahrer-Ausbildungsverordnung (BKV) in einem Speditions- oder Busbetrieb und in der Berufsschule. Die Ausbildungsthemen umfassen unter anderem das selbstständige Planen, Durchführen und Kontrollieren sämtlicher Tätigkeiten des Berufskraftfahrers. Nach dem zweiten Ausbildungsjahr erfolgt eine Zwischenprüfung. Nach der bestandenen Facharbeiterprüfung erhält der Auszubildende den Facharbeiterbrief.

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  • FAHRERANWEISUNGEN

    Fahreranweisungen sind Dokumente, die verschiedene typische Handlungsabläufe und Tätigkeiten eines LKW-Fahrers regeln und zwischen Fuhrunternehmer und Personal vereinbart werden. Diese dienen einerseits dem Fahrer als Checkliste im Alltag, und sie werden andererseits auch als Rückversicherung des Fuhrunternehmers verwendet, damit das Personal diese Richtlinien auch einhält. Betroffen sein können die verschiedensten Bereiche wir Ladungssicherheit, Be- und Antladen mit Gabelstapler, Diebstahl-Prävention und vieles mehr.

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  • FAHRERASSISTENZSYSTEM

    Die technische Entwicklung bei Fahrerassistenzsystemen ist in den letzten Jahren weit fortgeschritten. Die bekanntesten sind zum Beispiel das Elektronisches Stabilitätsprogramm (ESP) mit Antiblockiersystem (ABS) zur Stabilisierung des Fahrzeugs beim Schleudern in Kruven oder Abstandsregelung Adaptiv Cruise Control (ACC) als Tempomat mit Abstandsregelung. Im Zusammenhang mit LKWs besonders interessant sind LKW-Notbremsassistenten, die beim drohenden Auffahren des Fahrzeugs auf stehende Hindernisse (z.B. am Stauende) automatisch ein Vollbremsung einleiten. Diesen schwersten Unfällen soll mit einer gesetzlichen EU-Regelung, die den Einbau der Systeme in alle neu zugelassenen Fahrzeuge ab 2015 vorschreibt, begegnet werden. Strittig ist allerdings noch die konkrete Ausgestaltung. Während die EU eine Reduzierung der Geschwindigkeit um mindestens 10 km/h verpflichtend einführen will, hält zum Beispiel der ADAC dies für völlig unzureichend. Technisch möglich ist mittlerweile eine Reduzierung der Aufprallgeschwindigkeit auf höchtens 40 km/h, unabhängig von der Ausgangsgeschwindigkeit.

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  • FAHRERFLUCHT

    Mit Unfallflucht (auch: „Fahrerflucht“) bezeichnet genau genommen das Verkehrsdelikt „Unerlaubtes Entfernen vom Unfallort“. Genau geregelt wird dies in Deutschland im § 142 des Strafgesetzbuchs (StGB).

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  • FAHRERHAUS

    Das geschlossene und beheizbare Fahrehaus hat die Funktion, das sichere Führen des Fahrzeugs zu ermöglichen. Bei Fahrzeugen im Fernverkehr, bei dem Ruhezeiten einzuhalten sind, sind Vorrichtungen für die Erholungspausen und Ruhezeiten vorhanden (in erster Linie Liegen). Das Fahrerhaus fungiert hier also als Arbeitsplatz und Wohnraum zugleich. Die Vorschriften der Arbeitsstättenverordnung für Arbeits- und Pausenräume gelten hier jedoch nicht. Vielmehr existiert ein Regelwerk der Berufsgenossenschaft zu „Liegeplätzen in Führerhäusern und Ruheräumen von Fahrzeugen sowie Dachschlafkabinen“ (BGR 136) (Details unter arbeitssicherheit.de) Die einschlägigen Unfallverhütungsvorschriften beinhalten unter anderem Regeln zur Sicherheit, zur Lüftung des Fahrerhauses und zur Sicht des Fahrzeugführers. Sogenannte „Führerhausrichtlinien“ wurden erstmals 1966 aufgrund § 30 StVZO formuliert und seitdem mehrere Male novelliert. Alle großen LKW-Hersteller (IVECO, Renault, Volvo, MAN, Mercedes-Benz, Scania, DAF) haben seit langem das Thema „Komfort der Innenausstattung“ auf der Agenda, und die heutigen Fahrzeuge sind nicht mehr mit denen noch vor 10 Jahren vergleichbar.

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  • FAHRERKARTE

    Eine Fahrerkarte dient dem Nachweis von Fahr- und Arbeitsdaten von Kraftfahrern im gewerblichen Personen- und Güterverkehr. Die Karte enthält einen personengebundenen Speicherchip. Die Kontrolle des Fahrers erfolgt mittel digitalemFahrtenschreiber (Tachograph), in den die Karte hineingesteckt wird. Ein solches Gerät enthält zwei Karten-Steckplätze für die Karte des Fahrers und Beifahrers. Die Kontrolle mittels Fahrerkarte ist mit nur wenigen Ausnahmen verpflichtend für LKWs mit mehr als 3,5 Tonnen Gesamtgewicht.

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  • FAHRERMANGEL

    Das Speditionsgewerbe steht vor schwierigen Zeiten. Denn allerorten wird über den zunehmenden Fahrermangel geklagt. So starten jedes Jahr zwar rund 15.000 neue Arbeitskräfte in diesen Beruf, doch wird mindestens die doppelte Zahl an qualifizierten Fahrern benötigt. Um gutes Personal zu gewinnen und zu halten sind also faire Arbeitsbedingungen gefragt: Gerechte Entlohung mindestens nach Tarif, Entlohnung von Überstunden, geregelte Arbeitszeiten (und Ruhezeiten).

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  • FAHRERSCHEIBE

    Die Fahrerscheibe bezeichnet eine selbstbeschriftende Papierscheibe, die in einen sogeannten Tachograph (Synonyme: Fahrtschreiber, Fahrtenschreiber, Fahrtenzähler oder EG-Kontrollgerät) eingelegt und durch ein Uhrwerk gedreht wird. Der beschreibende Stift bewegt sich in Abhängigkeit von der Geschwindigkeit nährer oder weiter vom Drehpunkt weg. Erfasst werden die Lenk- und Ruhezeiten, Lenkzeitunterbrechungen, gefahrene Kilometer und die gefahrene Geschwindigkeit.

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  • FAHRERSITZ

    Die Anforderungen an einen modernen Fahrersitz im LKW sind vielfältig. Schließlich sitzen professionelle Fahrer bis zu 2.000 Stunden pro Jahr hinter dem Steuer und sind den Belastungen der Straße ausgesetzt.

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  • FAHRERWECHSEL

    Der Begriff „Fahrerwechsel“ bezieht sich eigentlich auf die Lenk- und Ruhezeiten, die von LKW-Fahrern generell einzuhalten sind. Das gilt sowohl für Fahrer, die alleine unterwegs sind, als auch für zwei Fahrer in Abwechslung.

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  • FAHRPERSONALVERORDNUNG

    Die Farhrerpersonalverordnung FPersV (Verordnung zur Durchführung des Fahrpersonalgesetzes) regelt Lenk- und Ruhezeiten im nationalen Bereich, die Zertifizierungsinfrastruktur, den Einsatz des Kontrollsystems nach EG-Verordnungen und das zentrale Kontrollgerätkartenregister. Außerdem enthält sie Ordnungswidrigkeitentatbestände, die mit Bußgeld belegt werden können. Die Verordnung betrifft allerdings nur Fahrzeuge im Güterverkehr mit einem zulässigen Gesamtgewicht über 2,8 t bis zu 3,5 t und bestimmte Fahrzeuge der Personenbeförderung.

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  • FAHRTENBUCH

    In ein Fahrtenbuch werden die Daten zu jeder Fahrt mit einem Kraftfahrzeug eingetragen: Fahrstrecke, Anlass, Abfahrtsort und -datum, Fahrer, Kilometerstand zu Beginn/Ende der und Zweck der Fahrt eingetragen. Ein Fahrtenbuch dient als Nachweis der Kraftfahrzeugnutzung zum Beispiel beim Finanzamt, der Polizei oder für unternehmerische Zwecke (Firmenwagen).
    Elektronische Systeme gibt es zwar, doch werden diese inbesondere von behördlicher Seite vielfach nicht akzeptiert. Einer der Gründe dafür ist zum Beispiel die mangelnde Sicherstellung der Vermeidung nachträglicher Datenmanipulation.

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  • FAHRVERBOT

    Ein Fahrverbot ist ein Verbot, im Straßenverkehr Kraftfahrzeuge jeder oder einer bestimmten Art zu führen.
    Das Fahrverbot wird geregelt im § 44 des Strafgesetzbuchs kann verhängt werden, wenn jemand eine Straftat bei oder im Zusammenhang mit dem Führen eines Kraftfahrzeugs begangen hat oder gegen die Pflichten eines Kraftfahrzeugführers verstoßen hat.
    Dabei handelt es sich um eine sogenannte "Nebenstrafe", die zusätzlich zu einer Geld- oder Freiheitsstrafe verhängt werden kann. Die Dauer eines Fahrverbots liegt zwischen einem und drei Monaten und orientiert sich am Monatsrhythmus (Beispiel: 05.08. - 04.09)
    Ein Fahrverbot unterscheidet sich übrigens vom "Entzug der Fahrerlaubnis". Diese ist der behördliche Vorgang, die Erlaubnis zum Führen von Kraftfahrzeugen auf öffentlichem Verkehrsgrund zu entziehen. Dieser Entzug ist nicht befristet sondern dauerhaft. Die Wiedererlangung der Fahrerlaubnis kann nur per Antrag bei der jeweils zuständigen Behörde erfolgen. Die Fahrerlaubnisbehörde kann die Fahrerlaubnis dann entziehen, wenn der Betroffene zum Führen eines Fahrzeugs nicht geeigent ist. Kriterien sind hier: körperliche, geistige und charakterliche Anforderungen, keine erheblichen und/oder wiederholten Verstöße gegen Verkehrsvorschriften und gegen Strafgesetze. Will der Bestrafte seine Fahrerlaubnis wiedererlangen, so sind dafür diverse Maßnahmen wie Nachschulung erforderlich. Außerdem gibt es noch die "Führerscheinabnahme". Diese erfolgt sofort bei schweren Vergehen oder fehlender Fahrtauglichkeit. In diesem Fall kann der Führerschein wieder abgeholt werden.

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  • FERNVERKEHR

    Allgemein umschreibt der Begriff "Fernverkehr" den Transport von Personen oder Gütern über lange Distanzen. Die folgende Erklärungen beziehen sich hier allein auf den "Güterfernverkehr".
    Der Begriff "Güterfernverkehr" stammt aus einer Zeit, als der Warentransport über weite Strecken streng reglementiert war, um das Nebeneinander des Transportwesens auf Straße und Schiene zu garantieren.
    Im "Reichskraftwagengesetz" von 1935 wurde in Transporte von unter 50 km Entfernung (Nahzone), 50 - 150 km (Bezirksfernverkehr) und über 150 km (Fernverkehr) unterschieden. Alle Transporte im Fernverkehr waren konzessionspflichtig und sie unterlagen einer Kontingentierung sowie strenger Kontrolle. Im deutschen Güterkraftverkehrsgesetz wurde dann nach Kriegsende der Begriff Fernverkehr für Transporte außerhalb der Nahzone von 50 Kilometern definiert.
    Unter welcher "Flagge" ein Transport in dieser Zeit unterwegs war, wurde mit dem Fahrtenbuch festgelegt. Im Güternahverkehr musste kein Fahrtenbuch mitgeführt werden, während im Bezirksfernverkehr im Fahrtenbuch eine blaue Konzession vorhanden sein musste. Im Fernverkehr wurde ein rotes Fahrtenbuch mit roter Fernverkehrskonzession verwendet. Bis Ende 1972 mussten die Fahrzeuge auch außen mit unterschiedlicher Beschilderung gekennzeichnet werden: Weiße Schilder mit diagonalem blauen, roten bzw. gelben Strich. Im Zuge der Liberalisierung des Güterverkehrs seit 1993 wurden diese Regeln hinfällig.

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  • FLEETBOARD

    FleetBoard ist ein Telematiksystem mit zahlreichen Funktionen zur Verbesserung der Fahrweise und der Transportabläufe. Allein durch die Messung und Auswertung der Fahrweise soll sich der Kraftstoffverbrauch um bis zu 10% reduzieren lassen.
    Da auch die Bewegungsdaten und Standzeiten erfasst werden, können - hochgerechnet auf eine ganze Fahrzeugflotte - insgesamt zur Kostensenkung und Servicesteigerung beitragen.
    Die gesammelten Daten werden dabei über das Mobilfunknetz in ein Rechenzentrum gesendet und sind über ads Internet von jedem Ort aus abrufbar.

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  • FORUM

    Die Entwicklungen im Internet gehen auch an der Truckerbranche nicht spurlos vorbei. So haben sich in den letzten Jahren einige spezielle Foren von und für LKW-Fahrer etabliert.

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  • FRACHTFÜHRER

    Als Frachtführer gilt derjenige, der gegen Entgelt den Transport von Gütern zu Lande, zu Wasser oder in der Luft vornimmt. Der Frachtführer verpflichtet sich zur sorgfältigen Ausführung der Beförderung und muss dabei die Anweisungen des Absenders und Empfängers beachten. Zieht der Frachtführer zur Ausführungs des Transportauftrags noch eine weitere Person hinzu, die den Transport ausführt, so wird diese Person als ausführender Frachtführer bezeichnet. Der Frachtführer und der ausführende Frachtführer sind gleichermaßen haftbar.

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  • GEBINDE

    Als Gebinde wird im Transportwesen eine Ladungseinheit bezeichnet. Sie wir in der Regel durch das Zusammenfassen mehrerer Packeinzelstücke gebildet. Die Einzelgüter können hierzu zusammengebunden oder mit einer Verpackung umhüllt werden, so dass sich eine Einheit bilden lässt, die sich besonders leicht transportieren lässt.

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  • GEFAHRGUT

    Während des Transports ist das Fahrzeug und die Ware selber nach festgelegten Rechtsvorschriften zu kennzeichnen. Am Fahrzeug werden organefarbene Warntafeln mit einer codierten Bezeichnung (Gefahrgutnummer oben, UN-Nummer unten) angebracht, an der Ware sind Gefahrenzettel anzubringen. Die Kennzeichnung von Gefahrgut ist länderübergreifend weitgehend harmoniert. Dabei werden Gefahrgüte von den Vereinten Nationen (UN) in verschiedene Gefahrgutklassen eingeteilt:

    - Klasse 1: Sprengstoffe und Gegenstände, die Sprengstoffe enthalten (mit sechs Unterklassen)
    - Klasse 2.1: Gase (entzündbar)
    - Klasse 2.2: Gase (nicht entzündbar)
    - Klasse 2.3: Gase (giftig)
    - Klasse 3: Entzündbare flüssige Stoffe
    - Klasse 4.1: Entzündbare feste Stoffe
    - Klasse 4.2: Selbstentzündliche Stoffe
    - Klasse 4.3: Stoffe, die mit Wasser entzündliche Gase bilden
    - Klasse 5.1: Entzündend (oxidierend) wirkende Stoffe
    - Klasse 5.2: Organische Peroxide
    - Klasse 6.1: Giftige Stoffe
    - Klasse 6.2: Ansteckungsgefährliche Stoffe
    - Klasse 7: Radioaktive Stoffe
    - Klasse 8: Ätzende Stoffe
    - Klasse 9: Verschiedene gefährliche Stoffe und Gegenstände

    Umweltgefährdende Stoffe (repräsentiert keine eigene Gefahrgutklasse, sondern dient als zusätzliche Kennzeichnung, die, falls die Kriterien für einen umweltgefährdenden Stoff zutreffen, zusätzlich an Verpackungen, Tanks etc. anzubringen ist)

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  • GEHALT

    Der Verdienst eines LKW-Fahrers liegt im Bereich zwischen 1.200 - 3.500 EUR netto pro Monat.

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  • GEWERKSCHAFT

    Eine reine LKW-Fahrer-Gewerkschaft gibt es trotz zahlreicher Forderungen aus dieser Berufsgruppe bislang nicht. Die erste Anlaufstelle in Sachen "Gewerkschaft für LKW-Fahrer" ist demzufolge der Fachbereich "Postdienste, Speditionen und Logistik" von ver.di, der für LKW-Fahrer zuständig ist. Diese Fachgruppe setzt sich unter anderem für die Interessen der rund 50.000 Mitglieder in Unternehmen der Speditions- und Logistikbranche sowie Beschäftigte im Gütertransportverkehr ein.

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  • INTERNES PERSONAL

    Internes Personal sind die Mitarbeiter, die in der Verwaltung und den Geschäftsstellen der Zeitarbeitsunternehmen eingesetzt sind. Sie verwalten und überlassen das externe Personal, also die Mitarbeiter eines Zeitarbeitsunternehmens, die per Zeitarbeit in die Kundenbetriebe überlassen werden.

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  • JOBBÖRSEN

    Alle bekannten Jobbörsen bieten neben Anzeigen über alle Branchen auch Stellenanzeigen für LKW-Fahrer. Die bekanntesten Jobbörsen sind zum Beispiel indeed.com, kimeta.de, jobworld.de, jobs.de ).

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  • KLEBE-EFFEKT

    Wird ein Zeitarbeiter von seinem Kundenbetrieb in das Stamm-Personal aufgenommen, so redet man hier vom „Klebe-Effekt". Rund 30% der Zeitarbeiter finden auf diesem Wege wieder eine Festanstellung außerhalb der Zeitarbeit.Insbesondere Langzeit-Erwerbslose können über Zeitarbeit und Klebe-Effekt wieder ins Arbeitsleben zurückfinden.

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  • KUNDENBETRIEB

    Das externe Personal eines Zeitarbeitsunternehmens leistet seinen Einsatz im Kundenbetrieb ab – er wird dorthin entliehen. Der Zeitarbeiter und das Zeitarbeitsunternehmen haben einen Arbeitsvertrag, das Kundenunternehmen und das Zeitarbeitsunternehmen haben einen Überlassungsvertrag. Dieses Konstrukt wird auch als Dreiecksverhältnisbezeichnet.

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  • KURZARBEIT

    Kurzarbeit ist eine Sondervereinbarung im Rahmen eines Arbeitsverhältnisses, bei der Arbeitnehmer über einen bestimmten Zeitraum hinweg weniger oder gar nicht arbeiten. Um den daraus resultierenden Verdienstausfall auszugleichen, bekommen Angestellte in Kurzarbeit finanzielle Unterstützung von der Bundesagentur für Arbeit.
    Durch Kurzarbeit kann bei finanziellen Engpässen des Arbeitgebers die Kündigung vermieden werden.

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  • LADEEINHEIT

    Als Ladeeinheit (LE) wird eine güterfassende Packung bezeichnet, die sichere Lagerung und praktischen Transport von großen Stückzahlen ermöglicht. Eine Ladeeinheit setzt sich in der Regel aus Ladehilfsmittel, Ladesicherungsmitteln und dem Transportgut selbst zusammen. Die häufigsten Ladehilfsmittel sind Kisten, Paletten und Container.

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  • LEIHARBEIT

    Bei der Arbeitnehmerüberlassung (Leiharbeit, Personalleasing, Zeitarbeit) wird ein Arbeitnehmer (Leiharbeitnehmer, Zeitarbeitnehmer) von seinem Arbeitgeber (Verleiher, Zeitarbeitsunternehmen) einem Dritten (Entleiher) zur Arbeitsleistung überlassen. Bei der Formulierung zur Arbeitnehmerüberlassung entschied sich der Gesetzgeber für das Wort "Leiharbeit", das nicht nur diskriminierend ist, sondern auch die gesetzl. Vorgaben des BGB (§ 598) unterläuft, nach dem eine Leihe grundsätzlich kostenlos sein muss - die Zeitarbeitsbranche setzt sich intensiv dafür ein, die Wortwahl zu ändern.

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  • LENK- UND RUHEZEITEN

    Lenk- und Ruhezeiten gelten für alle Berufskraftfahrer, die Fahrzeuge mit über 3,5 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht im gewerblichen Güter- und Personenverkehr fahren. Sie wurden eingeführt, um das Unfallrisiko zu vermindern.
    Die Lenkzeit darf 4,5 Stunden nicht überschreiten, spätestens nach dieser Zeit muss eine Pause von mindestens 45 Minuten eingelegt werden. Bei Verstößen gegen die Lenk- und Ruhezeiten drohen empfindliche Geldbußen für Fahrer und Unternehmen.

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  • LKW-MAUT

    Die LKW-Maut ist eine Straßennutzungsgebühr, die in Deutschland am 01. Januar 2005 für LKWs eingeführt wurde. Zunächst galt die Maut nur für Autobahnen, inzwischen gilt sie aber auch auf immer mehr Bundesstraßen.
    Das Mauterhebungssystem wurde von Toll Collectentwickelt. Am Abrechnungsverfahren kann entweder automatisch, mit einem On-Board-Unit, oder manuell teilgenommen werden. Die manuelle Zahlung muss hierbei im Voraus erfolgen.

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  • MEGATRAILER

    Ein Megatrailer ist ein besonders großer und hoher Sattelauflieger. Er ist drei Meter hoch und bietet somit Raum für bis zu 34 Paletten oder 96 Gitterboxen. Letztere können sogar dreifach hoch gestapelt werden.
    Aufgrund ihrer Höhe können Megatrailer nur von speziellen Sattelzugmaschinen gezogen werden, die eine besonders niedrige Aufsattelhöhe aufweisen. Bei Standard-Sattelzügen würde die zulässige Gesamthöhe des Fahrzeugs von vier Metern überschritten.

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  • MILK RUN

    Als Milk Run wird in der Beschaffungslogistik eine besondere Art des Gütertransports bezeichnet. Bei einem Milk Run sind die Strecke, die Ladungsmenge sowie die Abhol- und Eintreffzeit im Vorfeld genau festgelegt. Durch dieses Prinzip ist es möglich, eine sogenannte Just-in-Time-Lieferung zu garantieren und den Transport ohne Zwischenstopp auszuführen. Dazu werden dem Fahrer vom Auftraggeber alle wichtigen Rahmendaten genannt.

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  • MINDESTLOHN

    Im September des vergangenen Jahres wurde eine neue Mindestlohngrenze für die 800.000 Zeitarbeiter festgelegt. Seit Januar 2014 liegt der Mindestlohn bei 8,50 Euro in den alten und 7,86 Euro in den neuen Bundesländern. Die Lohnsteigerung beträgt damit +3,8 Prozent (alte Länder) beziehungsweise +4,8 % (neue Länder).
    Zum 1. April 2015 wird der Mindestlohn um weitere 3,5 Prozent (Westen) auf 8,80 Euro und um 4,3 Prozent (Osten) auf 8,20 Euro erhöht. Für Juni 2016 ist eine weitere Aufstockung um 2,3 bzw. 3,7 Prozent (Westen/Osten) verabredet.
    Der Mindestlohn gilt für alle Zeitarbeiter, für die keine Branchenmindestlöhne vorliegen. Das heißt: Der (höhere) branchenspezifische Mindestlohn darf nicht unterschritten werden. Hinsichtlich der Unterscheidung Ost/West gilt: Entscheidend für die Höhe des zu zahlenden Mindestlohns ist der konkrete Einsatzort. Ist ein Arbeitnehmer also bei einer Zeitarbeitsfirma aus den neuen Ländern angestellt, arbeitet jedoch im Westen, dann ist der West-Mindestlohn zu zahlen.

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  • MISCHPALETTE

    Auf einer Mischpalette werden mindestens zwei, oft aber auch mehr, unterschiedliche Artikel transportiert. Einzelne Lagen können hierbei durchaus "artikelrein" sein, also nur einen Artikel enthalten.

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  • NAHVERKEHR

    Der Nahverkehr umfasst den Transport von Personen oder Gütern über kurze Distanzen, wobei eine exakte Entfernung heute nicht mehr definiert ist. Anders war dies zu Zeiten des "Reichskraftwagengesetzes" von 1935, das (Güter-)Transporte von unter 50 km Entfernung (Nahzone), 50 - 150 km (Bezirksfernverkehr) und über 150 km (Fernverkehr) unterschied.
    Eine exakte Eingrenzung macht heute auch nur noch wenig Sinn, denn mit dem Aufkommen vielfältiger Verkehrmittel wie Stadt- und Regionalbussen, S- und U-Bahn, Sammeltaxis, Straßenbahnen und Regionalzügen überschneiden sich die Grenzen der jeweiligen Abdeckung vielfältig. Bezogen auf das LKW-Transportwesen sind Beschäftigte im "Nahverkehr" in der Regel an einem Standort unterwegs und Abends normalerweise zu Hause.

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  • PRIMÄRVERPACKUNG

    Auch Primärpackmittel. Hiermit wird die Verpackung bezeichnet, die das Produkt direkt umschließt und in der Regel auch eine Verkaufseinheit bildet.

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  • RETARDER

    Als "Retarder" wird eine verschleißfreie Bremse bezeichnet, die vorwiegend in LKWs zum Einsatz kommt. Retarder sind entweder hydrodynamisch oder elektrodynamisch. Beim Einsatz dieser Bremse ist zu beachten, dass sie bei vielen Fahrzeugen nicht an die Bremsleuchten gekoppelt sind. Von heftigen und plötzlichen Bremsmanövern mit dem Retarder sollte in einem solchen Fall abgesehen werden.

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  • SAMMELLADUNG

    Als Sammelladung wird eine Ladung bezeichnet, die von verschiedenen Verladern abgeholt wird. Die einzelnen Ladungen ergänzen sich gegenseitig zu der Gesamtladung.
    Nachdem alle einzelnen Einheiten im LKW gesammelt wurden, wird die Gesamtladung an einen Empfänger ausgeliefert. Bei umfangreichen Sammelladungen wird der Vorgang von einem Sammelladungsspediteur koordiniert.

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  • SCHEINSELBSTSTÄNDIGKEIT

    Aufgrund des steigenden Kostendrucks und zunehmender Konkurrenz aus dem Ausland werden versicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse in Fuhrunternehmen zunehmend durch selbstständige LKW-Fahrer ersetzt. Die Vorteile für den Unternehmer liegen auf der Hand: Keine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, keine Urlaubsansprüche, keine Beiträge in die sozialen Sicherungssysteme. Aber nicht jeder selbstständige Fahrer ist auch vor dem Gesetzgeber selbstständig, sondern kann als Scheinselbstständiger eingestuft werden.
    Von entscheidender Bedeutung dabei ist, ob der Fahrer über ein eigenes Fahrzeug verfügt. Ist dies nicht der Fall, dann werden die eigesetzten Fahrer von den Rentenversicherungsträgern und Krankenkassen in der Regel als abhängig beschäftigte Arbeitnehmer behandelt. Dem auftraggebenden Unternehmen drohen dann Nachzahlungen und strafrechtliche Konsequenzen, wenn Scheinselbstständigkeit vorliegt. Es gibt jedoch auch Beispiele, in denen Gerichte anders entschieden, also Scheinselbstständigkeit vorlag, obwohl kein eigener LKW im Besitz des Fahrers war (sieheBericht in der Badischen Zeitung ) Ein Überblicksartikel findet sich zum Thema Scheinselbstständigkeit „www.Transportbranche.de“ von Jonas Voges

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  • SPERRBALKEN

    Ein Sperrbalken dient der Ladungssicherung. Er ist fest mit dem LKW-Aufbau verbunden und verläuft quer zur Fahrtrichtung. In der Regel werden gleich mehrere Sperrbalken verwendet, um beispielsweise Paletten gegen Rutschen auf der Ladefläche abzusichern.

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  • SPESEN

    Die grundsätzliche Zahlung von Spesen und deren Höhe beruhen stets auf einer freiwilligen Vereinbarung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Die Höhe orientiert sich an der Dauer der Abwesenheit vom Arbeitsort.
    - Abwesenheit 8 Stunden und mehr: bis zu 12 EUR pro Tag
    - Abwesenheit 24 Stunden: bis zu 24 EUR pro Tag

    Ein Artikel über die Änderungen der Spesenregelungen, die im Januar 2014 in Kraft getreten ist, finden Sie auf der Website„trucker.de“ der Springer Fachmedien München GmbH

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  • STAMM-MITARBEITER

    Die fest angestellten Mitarbeiter eines Unternehmens, in dem auch Zeitarbeiter angestellt sind, nennt man Stamm-Mitarbeiter. Die Regelungen des equal payment und des equal treatment soll deren Gleichbehandlung gewährleisten.

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  • STÜCKGUT

    Als Stückgut wird Ladung bezeichnet, die an sich bereits eine Verpackungseinheit darstellt und einzeln transportiert werden kann. Sie kann demnach ohne Umverpackung als Beförderungseinheit behandelt werden.

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  • SYNCHRONISATIONSVERBOT

    Entspricht die Dauer eines Arbeitsvertrags zwischen Zeitarbeitsunternehmen und Zeitarbeiter exakt der Dauer des Überlassungsvertrags zwischen Zeitarbeitsunternehmen und Kundenbetrieb, so spricht man hier von „Synchronisation" der Verträge. Vor der Hartz-Gesetzgebung war dies verboten (= Synchronisationsverbot). Dieses Verbot wurde aufgehoben und es gelten nun die Regeln des Teilzeit- und Befristungsgesetzes.

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  • TARIFVERTRAG

    Die Beschäftigung in Zeitarbeitsverhältnissen unterliegt dem Tarifvertrag für Zeitarbeit. Diesen Tarifvertrag können Sie auf derWebsite des „Interessenverband deutscher Zeitarbeitsunternehmen e.V. (IGZ)einsehen. Dieser Vertrag ist vom 1. November 2013 bis zum 31. Dezember 2016 gültig und enthält auch eine Übersicht über die Höhe der Branchenzuschläge.

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  • TARIFÖFFNUNGSKLAUSEL

    In der Zeitarbeit gilt die Regelung des equal payment: Zeitarbeitnehmer und Stamm-Mitarbeiter müssen bei vergleichbarer Tätigkeit gleich entlohnt werden. Gilt allerdings ein eigens für die Zeitarbeit abgeschlossener Tarifvertrag, dann kann es Ausnahmen geben. Dies wird als Tariföffnungsklausel bezeichnet.

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  • TRANSPORTLABEL

    Ein Transportlabel ist ein Aufkleber, der direkt auf der Verpackungseinheit oder an dem Ladeträger angebracht ist. Mit Hilfe des Transportlabels kann die verpackte Ladung zuverlässig identifiziert werden.

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  • UNFALLFLUCHT

    Mit Unfallflucht (auch: „Fahrerflucht“) bezeichnet genau genommen das Verkehrsdelikt „Unerlaubtes Entfernen vom Unfallort“. Genau geregelt wird dies in Deutschland im § 142 des Strafgesetzbuchs (StGB).

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  • URLAUBSGELD

    Urlaubsgeld ist eine Sonderzuwendung des Arbeitgebers, bei der der Arbeitnehmer ein zusätzliches Entgelt erhält, um Kosten zu decken, die typischerweise in der Urlaubszeit anfallen. Das Urlaubsgeld muss strikt vom Urlaubsentgeld getrennt werden. Das Urlaubsentgelt bezeichnet die Weiterzahlung des Gehalts während der Urlaubszeit.

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  • VDA-KLT

    VDA-KLT ist ein normiertes Behältersystem des Verbandes der Deutschen Automobilindustrie (VDA). Die Kunststoffbehälter sind in drei Modul-Maßen verfügbar. Die Klassik-Variante besitzt eine Tragfähigkeit von 50 kg, die leichtere Variante RL-KLT ist für 30 kg ausgelegt.

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  • VERBUNDSTAPELUNG

    Die Verbundstapelung bezeichnet eine Art der Stapelung von Gütern, die sich durch ihre Stabilität auszeichnet und sich somit hervorragend für den Transport eignet. Die einzelnen Verpackungseinheiten werden auf einer Palette nicht bündig übereinander geschichtet, sondern systematisch versetzt angeordnet, so dass die Kanten nicht direkt übereinander liegen.
    Durch diese Anordnung entsteht ein wesentlich stabileres Ladungskonstrukt als bei der Turmstapelung.

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  • VGZ

    In Deutschland gibt es zwei Arbeitgeberverbände der Zeitarbeit:
    - Bundesarbeitgeberverband der Personaldienstleister e.V. (BAP)
    - Interessenverband Deutscher Zeitarbeitsunternehmen e.V. (iGZ)

    Diese führen gemeinsam ihre Tarifverhandlungen mit Gewerkschaften, die im DGB organisiert sind. Im Jahr 2012 haben iGZ und BAP eine Vereinbarung über die Einrichtung der Verhandlungsgemeinschaft Zeitarbeit (VGZ) getroffen.

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  • VERLADESTELLE

    Als Verladestelle wird im Transportwesen der Ort bezeichnet an dem die Güter abgeholt werden. In der Regel ist nicht die Adresse, sondern vielmehr die konkrete Position an einem Standort, beispielsweise ein Tor oder eine Laderampe, gemeint.

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  • VBG

    Die VBG unterhält rund 30 Mio. Versicherungsverhältnisse in Deutschland. Die Mitgliedsunternehmen sind Dienstleister aus zahlreichen Gewerbezweigen (Zeitarbeitsunternehmen, Unternehmen der IT-Branche, Banken, Versicherungen, Sportvereine)

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  • ZURRMITTEL

    Zurrmittel ist der Oberbegriff für alle bandförmigen Gewebe, die zur Befestigung von Ladung eingesetzt werden. Sie ermöglichen den sicheren Transport der Ladung und sind deswegen stets sorgfältig anzubringen.
    Für die ordnungsgemäße Sicherung der Ladung sind der Verlader und der Fahrer, aber auch der Zulassungsbesitzer verantwortlich.

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